Persönliche Transformation: Mein Weg zurück zu mir
Persönliche Transformation klingt groß. Für mich war sie lange einfach: überleben.
Nicht dramatisch, eher still. Ein Moment nach dem nächsten, in dem ich merkte, dass das Leben, das ich führte, nicht wirklich meins war.
Der Autounfall – und was er über Angst gelehrt hat
Ich war Anfang zwanzig, als sich mein Leben wörtlich überschlug. Salto mit einem Trabi, der auf dem Dach liegen blieb. „Nur“ ein Schleudertrauma, hieß es. Innerlich war nichts mehr wie vorher.
Ich entwickelte Platzangst. Bus, Bahn, Auto waren undenkbar. Mein Radius schrumpfte auf das, was ich zu Fuß erreichen konnte. Ich erinnere mich an das Gefühl, in der eigenen Wohnung sicher zu sein und gleichzeitig zu wissen, dass diese Sicherheit eine Falle ist.
Irgendwann beschloss ich, das nicht zu akzeptieren. Ich wurde Taxifahrerin. Tag für Tag zurück ans Steuer. Die Angst war noch da, aber ich ließ sie nicht mehr darüber entscheiden, was ich tue.
Die Trennung – und die Frage, die alles verändert hat
Einige Jahre später stand ich mit zwei kleinen Kindern vor einer anderen Entscheidung. Ich lebte in einer Beziehung, in der ich längst nicht mehr ich selbst war. Das wusste ich – und blieb trotzdem, aus Angst, aus Erschöpfung, aus dem Glauben, dass Stabilität wichtiger ist als Wahrheit.
Die Frage, die mich schließlich bewegt hat, war: „Was, wenn ich bleibe – und sie lernen, sich selbst zu verlieren, so wie ich es getan habe?“
Ich ging. Verkaufte das Haus, schrieb mich als alleinerziehende Mutter im Vollzeitstudium für Wirtschaftsinformatik ein. Kein Sicherheitsnetz. Und zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl, eine Entscheidung aus mir heraus getroffen zu haben.
Das Studium, der Burnout und die Diagnose
Das Studium war hart. Ich funktionierte, während ich innerlich zerbrach. Kurz vor der Diplomarbeit dachte ich ernsthaft daran, aufzugeben. In dieser Zeit kam die ADHS-Diagnose.
Plötzlich ergab so vieles Sinn – warum mein Kopf so funktioniert wie er funktioniert, warum manches für mich so viel mehr Energie kostet als für andere, warum ich jahrelang geglaubt hatte, ich sei zu langsam, zu chaotisch, zu wenig. Das stimmte alles nicht.
Ich hatte nur nie ein System gehabt, das für meinen Kopf gebaut war. Was ADHS bei Frauen wirklich bedeutet – und warum es so lange unsichtbar bleibt – habe ich hier ausführlich beschrieben: ADHS bei Frauen sieht nicht aus wie Chaos. Es sieht aus wie Hochleistung.
Ich beendete das Studium – für meine Kinder und für mich.
Corona – und der Moment, in dem ich wusste, was ich will
Während der Corona-Zeit arbeitete ich als Business Analystin. Vordergründig für Systeme und Prozesse, aber eigentlich für Menschen. Ich begleitete Kolleginnen und Kollegen durch Unsicherheit und Erschöpfung. Ich hörte zu. Ich war da.
Irgendwann war das Gefühl klar: Das ist es – die Menschen dahinter.
Ich machte Ausbildungen – Systemisches Business Coaching, NLP Master nach DVNLP, Hypnose, Yager Code, Theta Healing, psychologische Beratung. Jede Ausbildung hat zuerst etwas in mir berührt, bevor sie zum Werkzeug wurde.
Was ich heute mache – und warum
Ich begleite Frauen, die viel zu lange funktioniert haben. In Rollen, in Beziehungen, in Jobs, die nicht mehr passen. Die wissen, dass etwas nicht stimmt, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen.
Ich bringe meine IT-Erfahrung mit, meine eigene Geschichte, und die Fähigkeit, zuzuhören ohne sofort lösen zu wollen. Das Letzte habe ich selbst erst lernen müssen.
Wenn du das Gefühl kennst, das ich gerade beschrieben habe, kannst du dir hier ein kostenloses Erstgespräch buchen.
Alles Liebe,
Deine Karen
